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Abwasser - Die Geschichte des Städtischen Abwasserbetriebes

Die Abwasserentsorgung begann in Güstrow bereits im 16. Jahrhundert mittels „Abtritten“ und „Senkgruben“. Hier finden Sie die historischen Daten im Überblick.

UNSERE GESCHICHTE

1872

Beginn des Baus der Kanalisation

1896

Erste Kläranlage »Schietenpadder«

1891-94

wesentliche Erweiterung der Kanalisation

1872 (1878)

Bau der ersten Kanalisationsleitung in Güstrow

1882

Inbetriebnahme des Wasserwerks »Am Berge/Baustraße«

1952

VEB (K) Wasserwirtschaft (Kreis Güstrow)

1964

VEB WAB Schwerin (Bezirk Schwerin)

1890

Übernahme des Gaswerkes durch die Stadt Güstrow

1912

Umbau des Wasserwerkes »Am Berge« zum Elektrizitätswerk und Versorgung mit Strom durch die Überlandgesellschaft Rostock

1967

Bau der Kläranlage Güstrow-Parum

1928

Übernahme der Stromversorgung von der Überlandgesellschaft in die Städtischen Betriebswerke

1931

Übernahme der Stromversorgung durch das Märkische Elektrizitätswerk

1967

Errichtung einer Kläranlage in Parum (Kapazität 1.140 qm/h)

1985

Umbau der Kläranlage Parum zu einer teilbiologischen Anlage

1986

Wesentliche Modernisierung der Kläranlage

1992

Gründung der Westmecklenburger Wasser GmbH

1992-93

Gründung des Städtischen Abwasserbetriebes

Betriebsführung durch die Stadtwerke Güstrow

1995

Übernahme der Stromversorgung Erweiterung des Heizwerkes Süd zum Blockheizkraftwerk

Inbetriebnahme im Dezember

2000-01

Baubeginn einer modernen Kläranlage (Cyclacurverfahren) in Parum Gründung der Abwasser Parum GmbH

Neubau der Kläranlage Güstrow-Parum

Abwasserentsorgung begann in Güstrow bereits im 16. Jahrhundert

Schon im 16. Jahrhundert begann man in Güstrow mit der Errichtung von „Abtritten“ von denen aus die menschlichen Exkremente in sogenannten „Senkgruben“ aufgefangen wurden. Über Rinnsteine und Gossen flossen neben dem Regenwasser auch menschliche und tierische Exkremente sowie Abfälle dem Stadtgraben oder der Nebel zu.

Die undichte Bauweise der Senkgruben führte zur Verschmutzung des Oberflächen- und Grundwassers. Mit der zunehmenden Befestigung der Straßen Mitte des 19. Jahrhunderts entstand Bedarf das Oberflächenwassers gezielt abzuleiten. Nach den Plänen des Baudirektors Krieg entstanden ab 1870 die ersten Kanäle und Siele, zum Beispiel im Grünen Winkel.

Siele sind Tonrohrleitungen, Kanäle sind größere gemauerte Profile. Das System der Siele wurde zügig erweitert, um das Abwasser auf möglichst kurzem Wege der Vorflut zuzuführen. So entstanden zahlreiche Auslässe in die Nebel und den Stadtgraben.

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Eine neue Kanalisation entsteht

1873 wurde die erste Satzung durch Friedrich Franz von Mecklenburg bestätigt und genehmigt. Anfallendes Regenwasser konnte somit unterirdisch abgeleitet werden. Das Ausschütten oder Hineinkehren fester Stoffe in die Rinnsteine war bei Strafe verboten. In der Zeit von 1887 bis 1889 wurde das Projekt einer neuen Sielanlage unter Beachtung der vorhandenen Kanalisation erarbeitet. Bis 1895 entstand der Großteil der Kanalisation im alten Stadtgebiet. Grundgedanke der neuen Kanalisation war das Abwasser der Stadt möglichst zentral und weit von der Stadt in die Nebel einzuleiten. Die Rostocker Bürgerschaft forderte den Bau von Klärbecken oder Rieselfeldern aus Angst um Ihre Wasserversorgung aus der Warnow. 1893 entschied sich die Stadt Güstrow zum Bau eines Klärbeckens in der Gliner Weide. Dieses existiert seiner Grundform noch heute zwischen dem Industriegelände und dem Güstrow-Bützow-Kanal als Wasserfläche in einem Schilfgebiet und ist dem Volksmund als „Schietenpadder“ bekannt. Die erbaute Kanalisation von 1889 existiert in weiten Teilen immer noch und wird genutzt. Die Tonrohrleitungen werden aufgrund ihres baulichen Zustandes nach und nach erneuert. Die ältesten gemauerten Kanäle sind über 130 Jahre alt und erhaltungswürdig. Mit modernen Verfahren werden diese saniert.

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Ordnungsgemäße Abwasserentsorgung beim Städtischen Abwasserbetrieb

Heute sind die Stadtwerke Güstrow Betriebsführer des Städtischen Abwasserbetriebes.

Er ist für die ordnungsgemäße Entsorgung des Schmutz- und Niederschlagswassers sowie des Oberflächenwassers zuständig. Die wesentlichen Aufgaben der dreizehn Mitarbeiter umfassen Unterhaltung und Betrieb, Anschlusswesen und technische Verwaltung sowie die Beaufsichtigung der Instandhaltung, Reparaturen und Investitionen.