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Das Historische Wasserkraftwerk der Stadtwerke Güstrow

... über 700 Jahre Geschichte
Das Historische Wasserkraftwerk der Stadtwerke Güstrow erzeugt bis heute Ökostrom aus Wasserkraft, welcher in das Güstrower Stromnetz eingespeist wird. Die Geschichte des Wasserkraftwerkes reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück.

Von der Kornmühle bis zum Wasserwerk

Die Geschichte des historischen Wasserkraftwerkes reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück.

Die Gebäude wurden 1287 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Wasserkunst und Brunnen am Pferdemarkt

Im Jahre 1608 wurde das Wasser des Flusses "Nebel" in die Wasserkunst einbezogen.

Am Pferdemarkt  entstand ein großer öffentlicher Brunnen, der über eine Holzwasserleitung von der Mühlentor-Mühle versorgt wurde.

Vom Wasserrad angetriebene Holpumpen förderten das Wasser in einen hölzernen Hochbehälter, der sich im Turm des Mühlentors befand.

Güstrows Einwohnerzahl wächst

Durch die wachsende Einwohnerzahl Güstrows, ausgangs des 19. Jahrhunderts, stieg die Nachfrae nach qualitätsgerechtem Trinkwasser. Als möglicher Standort bot sich der Wasserlauf der "Nebel" an der Mühlentor-Mühle an.

Für den Antrieb der Pumpen erhielt das Wasserwerk im Jahr 1885 anstelle des hölzernen Wasserrades eine "Francis-Turbine" mit einer Leistung von 35 PS.

Wasserwerk und Borwinbrunnen

Aus Anlass der Inbetriebnahme des ersten Wasserwerkes hatten die Stadtväter einen Denkmalsbrunnen in Auftrag gegeben.

Dieser wurde 1889 eingeweiht. Es ist der Borwin-Brunnen auf dem Pferdemarkt.

Stromerzeugung in Güstrow

Bis 1928 wurde die Stromversorgung der Güstrower durch das Kraftwerk Rostock-Bramow gewährleistet, doch dabei entstanden häufig Engpässe.

Aus diesem Grund wurde ab 1923 die Kraft des Wassers an der Mühlentor-Mühle genutzt. Die "Francis-Turbine" wurde zur Stromerzeugung mit einem Gleichstromgenerator gekoppelt.

"Kaplan-Turbine" eingebaut

1926 und 1927 entstand das neue Wasserkraftwerk im Bereich der Mühlentor-Mühle. Eine "Kaplan-Turbine" wurde zusätzlich eingebaut. Sie trieb einen Genearator zur Stromerzeugung an.

Nach wie vor wurde die Wasserversorgung der Barlachstadt durch das gefilterte Wasser der "Nebel" gesichert.

Aus für die Trinkwasserversorgung

Nach vier Jahrzehnten Nutzungsdauer hatte das Wasserwerk seine Leistungsgrenze erreicht. Das gefilterte "Nebelwasser" entsprach in Menge und Qualität nicht mehr den Erwartungen und Hygienevorschriften.

Ein neues Wasserwerk am Inselsee wurde errichtet.

Wasserkraftwerk restauriert

1999 bis 2000 restaurierten die Stadtwerke Güstrow das Wasserkraftwerk. Dazu wurde der durch den Bau der Liebnitzbrücke begradigte "Nebelarm" revitalisiert.

Auch der Energiegraben wurde hierfür vom Wasser- und Bodenverband belebt. Zur EXPO 2000 startete der erste Probelauf der Turbinen. Der hier erzeugte Ökostrom wird noch heute in das Güstrower Stromnetz eingespeist.

Kontakt und Öffnungszeiten

Historisches Wasserkraftwerk

Zugang über das Kundenservicecenter
der Stadtwerke Güstrow GmbH

Am Berge 4 - 5
18273 Güstrow

Anmeldung von Führungen:

Tel.: (03843) 288 500
Fax: (03843) 288 520

E-Mail: swg-servicecenter(at)stwg.de


Öffnungszeiten

Montag:
9:00 - 13:00 / 14:00 - 15:30

Dienstag:
9:00 - 13:00 / 14:00 - 18:00

Mittwoch:
9:00 - 14:00

Donnerstag:
9:00 - 13:00 / 14:00 - 18:00

Freitag:
9:00 - 13:00

Wichtige technische Daten


  • Im Jahr 1928 wurde mit dem Wasserkraftwerk das erste Mal Strom erzeugt.


  • Die Entwicklung und den Bau des Wasserkraftwerkes in den Jahren 1926 und 1927 über-
    nahm die Firma "Siemens und Schückert" aus Berlin.


  • Das Nutzungsgefälle beträgt 2,10 Meter.


  • Das Ablaufende Wasser mündet hinter dem Gebäude in den Energiegraben.


  • Die Restaurierung des Wasser-
    kraftwerkes wurde in den Jahren 1999 und 2000 durchgeführt.


  • Die "Francis-Turbine" arbeitet vertikal und hat eine Leistung von 20,6 kW, sowie eine Wasserdurchflussmenge von maximal 1250 l/s.


  • Die Kaplan-Turbine ist heute zeitweilig außer Betrieb. Sie arbeitet axial mit einer Leistung von 56 kW und einer Wasser-durchflussmenge von maximal
    3500 l/s.